Zum Überlegen

Be-teiligen!

„Einer Sache auf den Grund gehen” - so sagt man. Und einer Sache möchte ich auf den Grund gehen und euch dazu einladen, einmal darüber nachzudenken, was Be-teiligen für uns ganz konkret heißen könnte.


Teil eines Ganzen werden. Welches Ganzen?

Einer Pfarrgemeinde.

„Wieso sollte ich? Ich fühle mich nicht dazu-gehörig. Ich will nicht dazu-gehören, mir passt so manches nicht.“

Doch gerade durch Taufe und Firmung ist man eingegliedert in ein Ganzes, in das Ganze einer Pfarrgemeinde. Es gehört zur Berufung als Christ dazu-zu-gehören, Teil dieses Ganzen zu sein.


„Ich glaube nicht, dass es auf mich draufankommt.“

Doch, gerade auf Dich kommt es an, selbst wenn Du dich nicht dazu-gehörig fühlst oder nicht dazu-gehören willst. Es ist Deine Berufung als Christ, Teil einer Pfarrgemeinde in der Gemeinschaft der Kirche zu sein und diese dann auch mitzutragen.

„Aber mir passt so manches nicht.“

Das spielt keine Rolle, denn es kommt ja nicht darauf an, dass Dir primär etwas nicht passt, sondern dass es Gott passt, dass sein Reich verkündet wird und sich entfalten kann.


„Mit mir oder ohne mich, ist nicht wesentlich!“

Doch, es ist wesentlich. Denn wenn ein Glied leidet, dann leiden alle. Wenn ein Glied sich freut, dann freuen sich alle. Und wenn einem Glied etwas gelingt, dann gelingt es allen. Also ist es wichtig und nicht egal, dass Du dich be-teiligst, mitverantwortlich fühlst.

„Ich habe doch schon Verantwortung genug.“

Das mag sein, aber wir haben als Pfarrgemeinde auch eine Verantwortung füreinander, auch für jene, die nicht mehr kommen oder noch nie gekommen sind. Wir haben Verantwortung auch für jene, die nur ab-und-zu kommen. Pfarrgemeinde geht alle an.


Be-teiligen. Es handelt sich hier um keine Werbung für die nächste Pfarrgemeinderatswahl!

Es ist vielmehr eine Einladung, darüber nachzudenken, welche Aufgabe ich als Christ für andere Menschen und die Gemeinschaft einer Pfarrgemeinde von Gott anvertraut bekommen habe.

Be-teiligen. Das heißt auch, mitzutragen. Was? Den Dienst, den Einsatz, die Anliegen des Hirten, sprich des Pfarrers für seine Herde. Denn je mehr Schultern es gibt, auf denen Lasten verteilt werden können, umso leichter fällt es.

Be-teiligen. Betrifft also nicht nur die Woche der Begegnung, sondern das Leben in und mit einer Pfarrgemeinde.

Pfr. Thomas Sauter