Aktuelles

Wie geht es weiter?

Aktuelles aus der Erlöserpfarre in Lustenau

Liebe Pfarrgemeinde,
liebe Schwestern und Brüder!


Ein Blick zurück.
An Pfingsten sind es gut zwei Wochen, dass wir wieder miteinander öffentliche Gottesdienste feiern dürfen. Für dieses Geschenk bin ich, und sicherlich viele andere von uns auch, Gott unendlich dankbar, denn „ohne die Eucharistie hätten wir (auf Dauer) nicht leben können“! Wir brauchen Jesus, sonst würden wir im Leben gleichgültig, der Glaube verdunsten und die Liebe zu Gott und dem Nächsten ginge auf ein Minimum, wenn nicht sogar bis zum Nullpunkt, zurück. Es würde noch kälter werden in der Welt.
Wir haben es alle gemerkt, dass die letzten Wochen für uns extrem anstrengend waren und innere und äußere Spuren hinterlassen haben. Doch umso mehr und umso inniger wollen wir wieder miteinander Eucharistie feiern, der Quelle und Höhepunkt allen christlichen Lebens.

Ein Dank.
Es ist mir ein Anliegen, euch allen zu danken. Zuerst jedoch nicht für das gespendete Geld, schon auch, sondern für euer Gebet und Opfer während dieser schweren Zeit. Möge es für unsere Pfarrgemeinde und die ganze Kirche fruchtbar werden! Ihr wusstet, wohin ihr gehen müsst, wenn es brenzlig wird und dies zu sehen, war mir eine große Freude. So war beispielsweise der Mitarbeiter von Gredler-Kerzen, der die Opferlichter immer bringt und austauscht, erstaunt, dass bei uns so viel an Opferlichtern gelaufen ist.

Ein weiterer Schritt.
Wir dürfen also bald schon wieder einen weiteren Schritt miteinander gehen, denn es wird sicherlich neue Lockerungen und Erleichterungen geben. Und trotzdem ist es notwendig, unerlässlich und mir ein Anliegen, jetzt ja nicht diesbezüglich leichtsinnig zu werden. Wir dürfen dem einen oder der anderen nicht das Recht absprechen, die diözesanen Regelungen bzgl. der Gottesdienste einhalten zu wollen! Ja, es stimmt, die einen denken darüber so, die anderen so, die einen lachen beispielsweise über den Mundschutz, die anderen tragen ihn konsequent. Vergessen wir bitte nicht, dass Menschen in solch schwierigen Situationen äußerst sensibel sind. Und doch gilt die Bitte: seien wir tolerant und verantwortungsbewusst. Helfen wir uns und werden nicht einander zur Last oder Belastung, denn sonst wird es ganz schwierig! Es kann daher eine Hilfe sein, sich einen Platz in der Kirche auszusuchen, an dem ich ganz allein bin und niemanden in Gefahr bringe. Wenn man natürlich auf seinem „Stammplatz“ beharrt, kann es schwierig werden. Flexibilität und Toleranz ist also gefragt und dann dürfte vieles kein allzu großes Problem werden.


Hier also die Bestimmungen:


  • Es liegt in der Verantwortung der einzelnen Gläubigen (besonders von Personen, die zu den gefährdeten Gruppen gehören) zu entscheiden, ob eine Teilnahme am Gottesdienst für sie sinnvoll ist. Wer krank ist, sich krank fühlt oder bei wem der Verdacht auf eine Erkrankung besteht, muss auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten.

  • Vorgeschrieben ist ein Abstand von mindestens 1 Meter zu anderen Personen, mit denen nicht im gemeinsamen Haushalt gelebt wird. Es muss keine Bankreihe ausgelassen werden, dann aber in jeder 2. Bankreihe „versetzt“ sitzen.

  • Für das Betreten und Verlassen von Kirchenräumen ist es Pflicht, Mund-Nasen-Schutz (Maske, Schal, Tuch) zu tragen (dies gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr). Beim Kircheneingang bitte Desinfektionsmittel nehmen. Am Sitzplatz muss der Mund-Nasen-Schutz nicht mehr getragen werden.

  • Beim Kommuniongang ist für die Gläubigen der Mund-Nasen-Schutz nun NICHT mehr verpflichtend. Dafür sind aus hygienischen Gründen folgende Regeln zu beachten:
    Beim Gang zur Kommunion ist der Mindestabstand von 1 Meter immer einzuhalten.
    Gemeindegesang ist während der Kommunion nicht möglich.
    Es ist nur Handkommunion möglich. Zwischen dem Kommunionspender und dem Kommunionempfänger ist der größtmögliche Abstand einzuhalten.
    Mit der heiligen Kommunion in den Händen treten die Gläubigen zur Seite, um in genügendem Abstand und in Ruhe und Würde die Kommunion zu empfangen.

  • Die Körbchen für die Kollekte sind am Ausgang aufgestellt.

  • Die Gottesdienste sind platzmäßig kein Problem!

  • Ein grundsätzlicher gesundheitlicher Hinweis: Soweit bisher bekannt, verbreitet sich das Virus vor allem über die Atemluft. Faktoren, welche die Verbreitung verstärken, sind: längerer gemeinsamer Aufenthalt in geschlossenen Räumen; gemeinsamen Sprechen; gemeinsames Singen. Daher ist es bis auf weiteres notwendig, die in den Gottesdiensten vorgesehenen Gelegenheiten, gemeinsam zu beten und zu singen, gering zu halten. Die Kirchen sollen vor und nach den Gottesdiensten bestmöglich durchlüftet werden.



Erfahrungen:
Kurz und bündig gesagt: es gibt genug Platz. Jeder kann dann kommen, wann er will. So haben es die letzten beiden Sonntage gezeigt. Herzliche Einladung, also mal wieder vorbeizuschauen und mitzufeiern.

Pfr. Thomas Sauter



Noch etwas Grundsätzliches zum Livestream


Gottesdienste via Livestream mitzufeiern birgt, und das wissen wir alle, Vorteile, aber auch Nachteile. Denn immer wieder konnte man hören, dass es gemütlich, praktisch und auch irgendwie bequem ist, von Zuhause aus die Messe mitzufeiern.
Für jene, die kein regelmäßiges Gottesdienstangebot haben oder einfach, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Möglichkeit zu einer Messe haben, ist ein Livestream natürlich eine riesengroße Hilfe.
Doch jene, die die Möglichkeit zu einer heiligen Messe hätten und diese auch tatsäch-lich mitfeiern könnten, müssten diese dann unbedingt wieder mitfeiern wollen, um damit nicht der Bequemlichkeit nachzugeben.

Deshalb ist Livestream ist kein Ersatz
Livestream ist also kein wirklicher Ersatz! Denn wäre er dies, und dieser Punkt sollte nicht vergessen werden, wäre die sakramental empfangene Kommunion nicht mit der geistlichen Kommunion zu vergleichen. Die sakramental empfangene Kommunion wäre in diesem Fall unvergleichlich kostbarer. Warum? Weil wir durch unsere Entscheidung, den Gottesdienst in der Kirche mitzufeiern, dem Herrn unsere Sehnsucht nach dem Brot des Lebens, nach seinem Wort und der Gemeinschaft untereinander zum Ausdruck bringen würden. Die Messe zuhause mitzufeiern, privat in den eigenen vier Wänden, widerspricht zutiefst der Erfahrung der Urkirche, bis hinauf in unsere Zeit.
Wenn man jetzt wieder Gottesdienst mitfeiern kann, es aber nicht tut, dann würde unser Livestream diese falsche Haltung sogar noch unterstützen und fördern.
Das würde ich als Priester und Initiator eines Livestreams niemals wollen! Anders sieht es natürlich aus, wenn man einen Gottesdienst in einer Kirche lebendig mitfeiert, dort kommuniziert, und dann noch einen zweiten von Zuhause per Livestream mitfeiert.

Um was es uns gehen muss
Ihr merkt: es darf einzig und allein um Christus gehen! Denn immer ist es Christus, der durch den Priester wirkt, handelt und spricht.

Etwas ganz anderes
Etwas ganz anderes ist es, wenn ihr an den zusätzlichen Angeboten unserer Pfarrgemeinde per Livestream teilnehmt, in deren „Genuss“ die Menschen hier bei uns kommen. Denn da dürfte es, vor allem wenn sich die öffentlich gefeierten Gottesdienste wieder eingespielt haben, so manch interessantes und hilfreiches Angebot geben. Natürlich kann man sich auch zum Rosenkranzgebet oder zur Barmherzigkeitsstunde einklinken, doch gilt es immer wieder zu bedenken, dass der Rosenkranz und die Veranstaltungsangebote in der Pfarrkirche bzw. Pfarrgemeinde, falls es möglich ist, dort mitzubeten, vorgehen! Eine christliche Gemeinde muss vor Ort aufgebaut werden.
Und trotzdem sollt ihr wissen, dass man ganz frei ist und sich nicht alles vorschreiben lassen muss, wo man mitbeten, mithören und mitmachen darf. Doch ich, zu meiner eigenen Entlastung und, um es klargestellt zu haben, wollte dies euch mit auf den Weg geben!

Was also sind unsere regelmäßigen Themen und Schwerpunkte?
„Kommt und seht!“ Vielleicht ist ja etwas Spannendes oder Interessantes dabei!
Pfr. Thomas Sauter & Pfr. Werner Ludescher